Konflikte nicht wegmoderieren. Wirklich klären.

 

Restorative Circles schaffen einen strukturierten Dialograum, in dem Menschen einander wieder verstehen, die Wirkung eines Konflikts sichtbar machen und gemeinsam tragfähige nächste Schritte entwickeln können.

Wir bringen Restorative Circles in Teams und Organisationen und zeigen Menschen, wie sie selbst damit arbeiten können.

Training und Weiterbildung entdecken

Restorative Circle: Konflikte nachhaltig klären

Restorative Circles (RC) sind eine strukturierte Methode zur nachhaltigen Konfliktklärung – besonders dann, wenn klassische Mediation, Teamgespräche oder Führungsinterventionen nicht mehr weiterhelfen. Ob Teamkonflikt, Eskalation zwischen Kolleg*innen oder tief verwurzelter Organisationskonflikt: Der Restorative Circle schafft den Rahmen, in dem echte Klärung möglich wird.

 

Was sind Restorative Circles?

Restorative Circles sind ein dialogorientierter Ansatz zur Konfliktklärung. Im Zentrum steht nicht die Frage, wer recht hat. Im Zentrum steht die Frage, was zwischen Menschen passiert ist und was es jetzt braucht, damit Zusammenarbeit wieder möglich wird.

Der Ansatz geht auf Dominic Barter zurück und entstand in den 1990er-Jahren im Kontext von Restorative Justice in Brasilien. 2010 zeichnete die britische Nesta-Stiftung die Methode in ihrem Radical-Efficiency-Report als eines der zehn wirksamsten und zugleich kosteneffizientesten Sozialprojekte weltweit aus.

Kennzeichnend ist, dass nicht nur zwei vermeintliche Konfliktparteien betrachtet werden. Einbezogen werden die Menschen, die von einer Situation betroffen sind oder zu ihrem Kontext gehören.

Für Organisationen ist genau das relevant. Konflikte entstehen selten isoliert zwischen zwei Personen. Rollen, Entscheidungen, Führung, Teamdynamiken und organisationale Rahmenbedingungen wirken mit.

 

Wann können Restorative Circles hilfreich sein?

Restorative Circles können besonders dann sinnvoll sein, wenn ein Konflikt mehrere Menschen oder ein ganzes System betrifft und bisherige Gespräche nicht zu ausreichender Klärung geführt haben.

  • Ein Teamkonflikt flammt trotz mehrerer Gespräche immer wieder auf.
  • Ein konkreter Vorfall hat Vertrauen beschädigt.
  • Zwischen Führungskraft und Team haben sich unterschiedliche Wirklichkeiten entwickelt.
  • Bereiche arbeiten gegeneinander, obwohl sie eigentlich dasselbe Ziel verfolgen.
  • Eine Veränderung hat Verletzungen, Widerstand oder unausgesprochene Spannungen hinterlassen.
  • Ein Konflikt zwischen einzelnen Personen hat inzwischen Auswirkungen auf das gesamte Team.
  • Menschen fühlen sich nicht gehört oder erleben Entscheidungen als unfair.

 

Restorative Circles oder Mediation?

Für uns ist das keine Entweder-oder-Frage. Mediation kann für viele Konflikte ein sehr wirksamer Rahmen sein. Auch moderierte Klärungsgespräche, Führung oder andere Interventionen können passend sein.

Restorative Circles sind besonders interessant, wenn die Wirkung eines Konflikts über zwei Personen hinausgeht und ein größeres soziales System betroffen ist. Der Circle macht diese Perspektiven sichtbar und legt einen starken Fokus auf gegenseitiges Verstehen und gemeinsam getragene Verantwortung.

Entscheidend ist deshalb nicht die Methode. Entscheidend ist, welcher Dialograum für die konkrete Situation hilfreich ist.

 

 

Wie möchtest du einsteigen?

 

Anwenden: Konfliktklärung

Ihr habt einen konkreten Konflikt? Wir klären mit euch, ob ein Restorative Circle oder ein anderer Prozess für eure Situation sinnvoll ist und begleiten euch durch die nächsten Schritte.

 

Konfliktbegleitung anfragen

Erleben: Restorative Circles Training 

Drei intensive Tage, in denen du Haltung, Prozess und Facilitation in Übungen und Selbsterfahrung erlebst — nicht nur in der Theorie.

 

Training entdecken

Ausbildung: Conflict Culture Facilitator 

Die mehrmonatige Weiterbildung für Menschen, die Konflikte professionell begleiten und Konfliktkultur langfristig in Organisationen gestalten möchten.

Weiterbildung kennenlernen

Unser Ansatz: RC speziell für den Arbeitskontext

In Deutschland sind Restorative Circles noch wenig verbreitet. Wir ändern das – mit einem Ansatz, der die Tiefe der Methode mit dem Tempo und den Realitäten des Arbeitsalltags verbindet.

Wir sind spezialisiert auf Konflikte in Unternehmen und Organisationen. Das bedeutet: Wir verstehen die besonderen Dynamiken von Hierarchien, Teamstrukturen und organisationalen Veränderungsprozessen – und wissen, wie wir den RC-Prozess so gestalten, dass er auch in diesen Kontexten wirksam ist.

 

Bereit für den nächsten Schritt?

Konflikte klären sich nicht von selbst – aber mit dem richtigen Rahmen können sie zum Wendepunkt werden. Wir begleiten Teams und Organisationen durch diesen Prozess: strukturiert, empathisch und ergebnisorientiert.

Nicht sicher, ob ein Restorative Circle zu eurer Situation passt? Genau dafür ist unser kostenloses Erstgespräch da. Wir hören zu, stellen die richtigen Fragen – und sind ehrlich, wenn ein anderer Weg besser geeignet ist.

 → Kostenloses Erstgespräch vereinbaren

Du möchtest mehr über die Restorative Circles erfahren?

Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung und mehr Hintergründe findest du in unserem Buch »Restorative Circles Workbook«.

Jetzt bestellen

Der Ablauf eines Restorative Circles

 

Ein Restorative Circle ist kein endloser Mediationsprozess. Der Ansatz ist schlank, effizient und schnell: drei klar definierte Phasen, die erfahrungsgemäß in wenigen Wochen abgeschlossen werden können – auch bei komplexen Konflikten.

 

1

Pre Circles: Vorbereitung und Vertrauen

Vor dem gemeinsamen Treffen führen wir Einzelgespräche mit allen Beteiligten durch. Es geht darum, die Situation zu verstehen, Erwartungen zu klären und herauszufinden, wer vom Konflikt betroffen ist und wer für einen sinnvollen Dialog gebraucht wird.

 

2
Main Circle: Der eigentliche Klärungsprozess

Alle Beteiligten kommen zusammen – inklusive relevanter Kolleg*innen, Führungskräfte oder anderer Personen, die vom Konflikt betroffen sind. Im gemeinsamen Circle entsteht ein strukturierter Dialog. Die Beteiligten sprechen über ihre Wahrnehmung, hören einander zu und überprüfen, ob sie wirklich verstanden haben, was für die anderen bedeutsam ist. Erst danach richtet sich der Blick auf konkrete nächste Schritte.


3
Post Circle: Nachhaltigkeit sichern

Nach einer vereinbarten Zeit kommt die Gruppe erneut zusammen. Was hat sich verändert? Welche Vereinbarungen tragen? Wo braucht es Nachsteuerung? Konfliktklärung wird dadurch nicht als einmaliger Termin verstanden, sondern als Prozess.

Restorative Circles ermöglichen einen Dialog ohne Täter-Opfer-Kategorien. Der Fokus liegt darauf, die Ursachen des Konflikts sichtbar zu machen. Durch diesen Ansatz können Konflikte nachhaltig gelöst, die Kommunikation verbessert und das Vertrauen gestärkt werden. Unternehmen und Organisationen, die Restorative Circles nutzen, schaffen ein wertschätzendes Miteinander und fördern langfristig positive Veränderungen.

 

Unverbindlich anfragen, ob ein Restorative Circle für euren Konflikt passt

Kontaktiere uns, um mehr über unseren Ansatz zu erfahren und wie wir dabei helfen können, Konflikte zu klären und gemeinsam erfolgreich zu sein.

Häufige Fragen zu Restorative Circles